Kaiserzeitliche Geschichte verbindet diese 5 kleinen versilberten Servierschüsseln um 1900, Gebr. Hepp, Jagdschloss Letzlingen

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Beschreibung

5 kleine Servierschüsseln mit Deckel
um 1900

versilbert
hergestellt in schwerer Ausführung von
der renommierten Firma Gebr. Hepp,
einem der bedeutendsten Hersteller
hoch
wertiger Hotel- und Hofsilber-
waren

jeweils bodenseitig punziert

Provenienz:
aus dem historischen
Jagdschloss Letzlingen, Altmark
Signet befindet sich vorderseitig außen
auf jeder Servierschüssel

Maße je Servierschüssel:
* Höhe mit Deckel ca. 9 cm
* Innenhöhe ca. 4,5 cm
* Breite ü/a ca. 13,5 cm
* ∅ Boden ca. 7 cm
* ∅ Öffnung ca. 10,5 cm
* Volumen ca. 150 ml
* Gewicht ca. 445 g

Flacher, runder Stand, darüber runder,
schlichter Korpus, der an der Öffnung
umlaufend mit einem schmalen Bördel
abschließt. Beidseitig mittig angesetzt
Henkelförmige Handhaben.
Deckel – am Außenrand mit zweifachem
FadenDekor – erhebt sich leicht zur
Mitte, und wird dort von einem ca. 2 cm
hohen Knauf bekrönt.

Die fünf kleinen ServierSchüsseln zeigen
heute deutliche Gebrauchsspuren: kleine
Dellen, partiellen Silberabrieb, Verfärb-
ungen  sowie leichte Verformungen, wo-
durch sie nicht mehr vollkommen rund
sind.
Gerade diese sichtbaren Spuren ver-
leihen ihnen jedoch ihren besonderen
Charakter. Sie erzählen von einer langen
Geschichte des Gebrauchs, von festli-
chen Tafeln, höfischen Gesellschaften
und vielen Jahrzehnten vergangener Zeit.

Im 16. Jahrhundert ließ Kurfürst Georg
von Brandenburg das Jagdschloss 
Letzlingen in der wildreichen Umgebung
errichten und heiratete vor dem Altar
des Schlosses Prinzessin Elisabeth von
Anhalt-Zerbst.
Die alte „Hirschburg“ geriet über eine
geraume Zeit in Vergessenheit, bis sie
von König Friedrich Wilhelm IV. im neu-
gotischen Stil als Jagdresidenz umgebaut
und so zu neuem Leben erweckt wurde. 
Insbesondere unter den Kaisern
Wilhelm I. und  Wilhelm II. wurde sie
dann Schauplatz der Letzlinger Hof-
jagden, zu denen der europäische Hoch-
adel regelmäßig anreiste. Zu Gast waren
unter anderem Reichskanzler Otto von
Bismarck und Zar Alexander II.

___________

Five Small Covered Serving Bowls
circa 1900

Silver-plated
Manufactured in a heavy-duty version by
the renowned company Gebr. Hepp,
one of the most important manu-
facturers
of high-quality hotel and
court silverware.

each piece hallmarked on the underside

Provenance:
from the historic
Jagdschloss Letzlingen, Altmark
The insignia is located on the exterior front
of each serving bowl.

Dimensions per serving bowl:
* Height with lid approx. 3.5 in
* Interior height approx. 1.8 in
* Overall width incl. handles approx. 5.3 in
* Base diameter approx. 2.8 in
* Opening diameter approx. 4.1 in
* Capacity approx. 5 fl oz
* Weight approx. 15.7 oz

Flat circular foot, above which rises a plain,
rounded body, terminating at the rim with
a narrow rolled edge. Centrally attached on
both sides are handle-shaped grips.
The lid — decorated along the outer edge
with a double thread motif — rises gently
toward the center and is crowned by a knob
approximately 0.8 in high.

Today, the five small serving bowls display
clear signs of use: small dents, partial silver
wear, discoloration, and slight distortions,
meaning they are no longer perfectly round.
Yet it is precisely these visible traces that
give them their distinctive character. They
tell the story of a long life in use, of festive
tables, aristocratic gatherings, and many
decades gone by.

In the 16th century, Elector George of
Brandenburg had the Letzlingen hunting
lodge built in the game-rich surrounding
countryside and married Princess Elisabeth
of Anhalt-Zerbst before the lodge’s altar.

For a long time, the old “Hirschburg” fell
into obscurity until King Frederick William IV
had it rebuilt in the Neo-Gothic style as a
hunting residence, thereby restoring it to
new life.

Particularly under Emperors Wilhelm I
and Wilhelm II, it became the setting for the
Letzlingen court hunts, to which the Euro-
pean high nobility regularly traveled.
Among the guests were Chancellor Otto von
Bismarck and Tsar Alexander II.

 

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